Made in Worms – William Tyndales New Testament 1526“

Die Tyndale-Bibel von 1526 ist das erste gedruckte englische Neue Testament, das in Worms produziert und nach England geschmuggelt wurde

Dazu wird es vom 26. September 2026 bis zum 10. Januar 2027 im Museum Andreasstift in Worms zu sehen sein.

Dies ist das erste Mal seit einem halben Jahrtausend, dass das Buch wieder in der Stadt ist, in der Peter Schöffer es heimlich druckte.

Wer war Peter Schöffer?

Schöffer, Sohn des Mainzer Gutenberg-Nachfolgers, machte Worms zu einem Zentrum des radikalen Buchdrucks.

Wormser Propheten (1527): Er druckte die erste Übersetzung der Propheten durch die Täufer Hans Denck und Ludwig Hätzer.

Wormser Bibel (1529): Die erste protestantische Vollbibel in deutscher Sprache.

Luther

Die Druckerei von Peter Schöffer dem Jüngeren in Worms (ca. 1518–1529) markiert einen entscheidenden Wendepunkt, an dem die Drucktechnik zum Katalysator für den Zerfall der mittelalterlichen Ordnung wurde.

Peter Schöffers Druckerei in Worms

Schöffer lernte das Handwerk direkt bei Gutenberg und war maßgeblich am Druck der berühmten 42-zeiligen Bibel beteiligt. Er war das junge Talent, das Gutenbergs Erfindung erst zur künstlerischen und technischen Perfektion führte.(z. B. die Typografie des Psalters)

Er führte die Verwendung von Druckermarken (Signets) ein, um die Herkunft und Qualität seiner Werke zu kennzeichnen.

Es enthielt zudem den weltweit ersten Mehrfarbdruck.

Schöffer etablierte den ersten internationalen Buchhandel und verwandelte den Buchdruck von einer Erfindung in ein profitables Geschäftsmodell. Mit seiner Tochter Christina führte die Druckerei "Atelier Fust-Schöffer" zu Weltruhm

Das „Ziehkind“ der Werkstatt

Schöffer war die Fortführung des Geistes seines Meisters, auch wenn das Schicksal die beiden später entzweite. In der Geschichte und Literatur gibt es faszinierende Beispiele für solche Verhältnisse, in denen ein Mentor einen Schützling als „Ziehsohn“ annimmt und ihn zum Erben seines Wissens oder Vermögens macht.

Nach dem berühmten Rechtsstreit zwischen Gutenberg und seinem Geldgeber Johann Fust schlug sich Schöffer auf die Seite von Fust. Er heiratete Fusts Tochter Christina und wurde so zum Schwiegersohn von Gutenbergs ehemaligem Partner. Dadurch übernahm er Gutenbergs Werkstatt und die Bestände, was ihn zum faktischen Nachfolger des Erfinders machte

Bei Schöffer verschmelzen Handwerk und Familie: Er lernte die „schwarze Kunst“ von Gutenberg, wurde aber der Schwiegersohn von dessen Partner Fust. Er ist damit die Brücke zwischen der Vision (Gutenberg) und der Realität (Fust). Schöffer ist der Sohn, der das Haus des Vaters nicht nur bewohnt, sondern prachtvoll ausbaut.

das Gildensystem des Mittelalters

Es war normal, dass Lehrlinge in das Haus des Meisters einzogen und wie Familienmitglieder behandelt wurden. Starb der Meister ohne leiblichen Erben, übernahm oft der fähigste „Ziehsohn“ (der Geselle) die Werkstatt und heiratete nicht selten die Witwe oder Tochter des Meisters – exakt wie Schöffer es bei Johann Fust tat

Schöffer gilt als einer der Mitbegründer der Frankfurter Buchmesse und nutzte Frankfurt als Drehscheibe für den europäischen Buchhandel. Darüber hinaus gilt er als der"Erste Designer": Neuere Studien betrachten Schöffer nicht nur als Gehilfen, sondern als den ersten echten Schriftdesigner.

Der Bruch mit der Statik und die Ästhetische Evolution

Gutenberg gab der Schrift den Körper, Schöffer gab ihr das Gewand (die Farbe und den Handel).

„Wer die Schrift bewegt, bewegt die Welt“

Stadt aus Buchstaben

Die Typokinetik ist die konsequente Fortführung von Schöffers gestalterischem Drang, die Grenzen der Seite zu sprengen - weil Information im digitalen Zeitalter nur noch durch Dynamik und Kinetik ihre Wirkung entfaltet. – damals durch Farbe, heute durch Zeit und Rhythmus -

typokinetik

 

 

 

 

Luther 1521

Für den Wormser Stadtrat bedeutete die Existenz von Schöffers Druckerei und die Zusammenarbeit mit den Täufern einen riskanten Drahtseilakt zwischen politischer Autonomie, religiösem Frieden und kaiserlichem Druck.

Worms war ein Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit („Klein-Jerusalem“). Die Täufer Hans Denck und Ludwig Hätzer nutzten dies gezielt:

Druckereien wie die von Schöffer waren bedeutende Gewerbebetriebe
Fazit für den Stadtrat: Die Episode zeigt das Scheitern des Versuchs, innerhalb der alten Reichsidee einen Raum für religiöse und publizistische Freiheit zu bewahren. Der Rat musste sich der kaiserlichen Ordnung unterwerfen, um das Überleben der Stadt zu sichern – ein deutliches Zeichen für die Erosion der städtischen Freiheit im Schatten des Kirchenschismas

 

 

Luthers Kritik an der Übersetzung im Kontext von Worms & Reich

Die lateinische Kirche erkannte richtig, dass hier die Sprachbarriere (Latein) als Kontrollinstrument fiel. Durch Schöffer’s Drucke wurde die Auslegung der Bibel „demokratisiert“. Wenn selbst Täufer mit Hilfe jüdischer Gelehrter die Propheten übersetzen konnten, verlor der Klerus seine Rolle als alleiniger Mittler zwischen Gott und den Menschen.

Wettlauf mit Luther:

die Wormser Bibel (1529) erschienen fünf Jahre vor Luthers eigener Prophetenübersetzung. Selbst Luther musste neidisch anerkennen: „Sie sind uns zuvorgekommen.“

 

Luther

Der Stadtrat

befand sich in einer permanenten Spannung, in einer Politische Zwickmühle zwischen Wahrung der Autonomie/Duldung vs. Repression. Als Freie Reichsstadt wollte Worms seine Gerichtsbarkeit selbst ausüben und wehrte sich gegen direkte Eingriffe des Kaisers oder des Bischofs. Der Rat war primär an sozialer Harmonie unter den Bürgern interessiert. Solange die Täufer und Drucker wie Schöffer keine Unruhen stifteten, griff er lange Zeit nicht ein, obwohl kaiserliche Mandate dies forderten.

Statt der lateinischen Vulgata (dem Standard der Kirche) nutzten sie den hebräischen Urtext. Sie arbeiteten eng mit jüdischen Gelehrten zusammen, um grammatikalische Feinheiten der Prophetenbücher zu verstehen. Dies Rabbinisches Wissen verlieh ihrer Übersetzung eine philologische Präzision, die die Kirche als „jüdisch angehaucht“ diskreditierte. Die Kirche warf den Druckern „Judaisierung“ vor, - das Christentum zu verraten, indem sie jüdische Auslegungen über die christliche Tradition stellten.

Eine Bibelübersetzung ohne den Filter der lateinischen Kirchenväter galt als häretisch. Die Wormser Propheten wurden sofort auf Verbotslisten gesetzt. In Gebieten mit starker kirchlicher Macht wurden die Bücher öffentlich verbrannt. Die Kirche nutzte den Vorwurf der Zusammenarbeit mit Juden, um Denck und Hätzer als „Antichristen“ darzustellen, die das Fundament des Abendlandes zerstören wollten.

Der Bischof von Worms und die kaiserlichen Gesandten drängten den Rat der Stadt massiv dazu, Schöffers Druckerei zu schließen und die „Ketzer“ auszuweisen. Die Zensurforderungen durch den Bischof Heinrich von der Pfalz drängte den Wormser Stadtrat fortwährend dazu, das Wormser Edikt von 1521 konsequent umzusetzen.

Er brandmarkte Schöffer als Förderer von Häretikern und machte die Stadt für die „Vergiftung“ der Gläubigen verantwortlich. Er forderte die Einführung einer strengen Vorzensur000 (Censura praevia), wie sie auf Reichstagen (z. B. Nürnberg 1524) beschlossen worden war, um den Druck von „Schmachschriften“ zu verhindern.

Durch Schöffers Drucke wurde die Auslegung der Bibel „demokratisiert“. Dies beschleunigte den Zerfall der Reichsidee, da die religiöse Wahrheit nun nicht mehr von einer zentralen Instanz in Rom oder vom Kaiser definiert wurde, sondern von jedem, der lesen konnte. Wenn selbst Täufer mit Hilfe jüdischer Gelehrter die Propheten übersetzen konnten, verlor der Klerus seine Rolle als alleiniger Mittler zwischen Gott und den Menschen.

 

 

 

 

Stauferjahr
Weg auf Bildplan.de

Das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Konfessionen prägte Worms nicht erst seit dem Mittelalter. Mit dem Bau des romanischen Kaiserdoms St. Peter legte Bischof Burchard einen bedeutenden Grundstein für die Gesamtentwicklung der abendländischen Kirche. Luthers Auftreten vor Kaiser und Reich 1521 vor dem Reichstag in Worms verband die Reformation in besonderer Weise mit der Stadt.

luthertour.eu/de

Stauferjahr 2011 in Worms

Worms 2019

UNESCO-Welterbeantrag

"SchUM-Städte"

Stadt der Religionen

http://www.worms.de/de/tourismus

http://www.politische-bildung-rlp.de/start/schwerpunkte/unser-land/blaetter-zum-land.html

2011 wird in der Metropolregion Rhein-Neckar
das Stauferjahr gefeiert.
Neun Könige und Kaiser brachte das Herrschergeschlecht
(um 1200) hervor, das wie kein anderes der gesamten Region
zu einem enormen Aufschwung verhalf
und die europäische Geschichte des Hochmittelalters prägte.

Mit vielen Veranstaltungen in der Metropolregion wird
an die bedeutenden staufischen Herrscher erinnert.
Anlass ist die Ausstellung der Länder Baden-Württemberg,
Rheinland-Pfalz und Hessen "Die Staufer und Italien"
der Reiss-Engelhorn-Museen (rem) in Mannheim - eine
einzigartige Schau von internationalen Rang.

Auch die Stadt Worms, die mit ihren bedeutenden
romanischen und gotischen Kirchenbauten zur
Zeit der staufischen Herrscher ihre Blütezeit hatte,
beteiligt sich mit "Musik und Literatur der Stauferzeit"
von April 2010 bis Februar 2011 an diesem Kulturereignis.
Im Zentrum steht Musik aus dem Mittelalter,
die sich perfekt mit dem u. a. in Worms angesiedelten
Nibelungenlied und der Tradition des rheinischen
Minnesangs verbinden lassen.

http://www.stauferjahr.de/

   
   

das widerauferstehende
          Worms

woog brücke

 

Kopsort


das widerauferstehende Worms


Neuturm am Rhein
Wormser
                  Tore und Türme
Pforten
Innenstadt Worms
Fortifikation

Stadtmauer

und

Wallanlage

Rekonstruktion

der Staufermauer

Maria Münster Worms

Exkurs:

Kloster Maria Münster

Ansichten
aus der
Rekonstruktion
LIEBFRAUENKIRCHE

 

Gemälde

LIEBFRAUENKIRCHE

 

 

Worms3D

...

 



das widerauferstehende          Worms

das widerauferstehende Worms

Rheinpanorama           Mainzer-Pforte

Rekonstruktion der Staufermauer

Obermarkt Worms

 

auf dem Torturmplatz




Worms_3D_Gold-Edition
Worms3D


 


das widerauferstehende  Worms


_kurze Geschichte über diese Netzseite und das Projekt

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Obermarkt Worms

 

Seit einigen Jahren beschäftigt mich die Frage wie die Stadt Worms im Mittelalter ausgesehen haben mag.

Ein Beispiel dafür ist die Rekonstruktion der Wormser Rheinansicht als Panoramagemälde.

Als Maler empfand ich die Vorstellung die gotische Stadt erleben zu können, malerisch genug um meine Spaziergänge durch das virtuelle Worms des 16.Jhdt. zu lenken. Multimedia ist jedoch schneller gesagt als getan. Das MedienTerzett hat es eilig, die Kunst lässt sich Zeit. Nach nur wenigen Jahren wurde das Multimedia Herzstück des Nibelungenmuseeums in das ZKM komplimentiert. Nachhaltige Ideen sehen anders aus. Gute Ideen müssen sich nicht durchsetzten, sie sind einfach gut.

Die Wormser Gassen, Plätze und Strassen der Gegenwart bieten eine anschauliche Betrachtungsweise. Mein Ziel war es, dem "widerauferstehende Worms" diese malerische Seite abzugewinnen; konstruktiv-diletantisch und vor allem mit Phantasie. Somit stellt die Rekonstruktion die Vorraussetzung zu den Stadtansichten die ich seit 2002 male, - einzigartig im Netz zu sehen sind die Bildpläne mit den Wormser Türmen, Wormser Pforten, der Rekonstruktion der Staufermauer und anderen Wormser Bollwerken.

Zudem entwickelte ich eine räumliche Vorstellung für die Topografie der Landschaft um Worms die mir ermöglicht ungewöhnliche Perspektiven in meinen Rheinhessischen Landschaftsportraits wiederzugeben. Ferner dokumentiere ichmit der Fotografie. (s. Woogbrücke

 

M.MEDIA EDUTAINMENT 2001 - 2022

 

Bildplan


das widerauferstehende Worms

   

INNENSTADT WORMS

Topographie Wormser Tore und Türme
Worms Aulturm

Stadtmauer und

Wallanlage

Rekonstruktion der Staufermauer

LIEBFRAUENKIRCHE
   

 

Innenstadt Worms

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Kloster Maria

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Ansichten

aus der

Rekonstruktion

  Neuturm am Rhein
Gemälde und Fotografien...

kurze Geschichte über diese Netzseite und das Projekt

Bildplan Worms

 

Das "widerauferstehende Worms" war ein  sogenanntes. "Offline CD Projekt"

der späten 90er. Jahre. Die Idee der "Image-Map Stadt Worms", ist nur ein Beispiele

für die mediale Kreativität seines Schöpfers, frei nach dem Motto <>Think global, act lokal.

Nur wenige Jahre später kam die marktgerechte globale Variante in das Netz.Google-Earth Maps

Nicht minder interessant wie die Ära der Global Player ist die lokale Variante als Bildplan.

2004 fand ein Bürger aus Flörsheim-Dalsheim Gefallen an der intuitiven Art und Weise mit der sich

das "Bilderbuch Worms" auffalten liess. Kurzum ermöglichte er diesen Internetauftritt.

Vielen Dank an dieser Stelle

Seit einigen Jahren beschäftigt mich die Frage wie die Stadt Worms einmal ausgesehen haben mag.

NiebelungenBrücke

Ein Beispiel dafür ist die Rekonstruktion der Wormser Rheinansicht als Panoramagemälde.

Als Maler empfand ich die Vorstellung die gotische Stadt erleben zu können, malerisch genug um meine Spaziergänge durch das virtuelle Worms des 16.Jhdt. zu lenken. Multimedia ist jedoch schneller gesagt als getan. Das MedienTerzett hat es eilig, die Kunst lässt sich Zeit. Nach nur wenigen Jahren wurde das Multimedia Herzstück des Nibelungenmuseeums in das ZKM komplimentiert. Nachhaltige Ideen sehen anders aus. Gute Ideen müssen sich nicht durchsetzten, sie sind einfach gut.

Die Wormser Gassen, Plätze und Strassen der Gegenwart bieten eine anschauliche Betrachtungsweise. Mein Ziel war es, dem "widerauferstehende Worms" diese malerische Seite abzugewinnen; konstruktiv-diletantisch und vor allem mit Phantasie. Somit stellt die Rekonstruktion die Vorraussetzung zu den Stadtansichten die ich seit 2002 male, - einzigartig im Netz zu sehen sind die Bildpläne mit den Wormser Türmen, Wormser Pforten, der Rekonstruktion der Staufermauer und anderen Wormser Bollwerken.

Zudem entwickelte ich eine räumliche Vorstellung für die Topografie der Landschaft um Worms die mir ermöglicht ungewöhnliche Perspektiven in meinen Rheinhessischen Landschaftsportraits wiederzugeben. Ferner dokumentiere ich mit der Fotografie. (s. Woogbrücke

 

 

 

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